Regen, Regen und noch mehr Regen. Die NRW Tour im Münsterland | Rastlos - Der Wanderblog

Sonntag, 27. August 2017

Regen, Regen und noch mehr Regen. Die NRW Tour im Münsterland

Blick vom Münsteraner Prinzipalmarkt auf die Kirche St. LambertiEigentlich kann ich mich bisher nicht beschweren: Eine tolle Wanderung in der Eifel, eine interessante Dombesichtigung in Aachen und ganz viele Kindheitserinnerungen am Niederrhein.
Aber wie das nun mal so ist, gibt es immer etwas, was nicht passt und das in meinem Fall das Wetter. Es nervt! Normalerweise beginnt man Gespräche (in diesem Fall Berichte) ja nicht mit dem Thema "Wetter" aber was solls - ich mach jetzt halt mal eine Ausnahme. Seit der Nacht zu Dienstag hat es jeden Tag geregnet und ich würde mir wünschen, dass es endlich mal konstant einen ganzen Tag schön ist. Bisher hatte ich dieses Glück leider nicht. Auch nicht in Münster, wo ich von Freitag bis Samstag zu Gast sein durfte.
Das Frühstück Freitagmorgen fiel recht gesellig aus, da ich zusammen mit einer Familie aus Elmshorn frühstückte, die am Abend zuvor mit dem Fahrrad angereist waren und direkt neben mir auf der Zeltwiese ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Was nach dem Frühstück folgte habe ich ja schon einmal aufgeschrieben, als ich mein Zelt in der Eifel abgebaut habe. Hier war es genau so ... natürlich inkl. Regen, ist ja klar.

Im Schweinsgalopp durch Münster


Ich setze daher erst wieder in Münster ein, wo ich für den Abend mit Anna, der besten Freundin meines besten Freundes (wie kompliziert) verabredet war. Ich checkte also in meinem Hotel ein, schmiss mich eine halbe Stunde aufs Bett und machte mich anschließend auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt wo Anna mich abholen wollte.
Zusammen fuhren wir anschließend in die Münsteraner Innenstadt. Wir schauten uns Münsters neuen Hauptbahnhof an (den Anna auch noch nicht kannte), spazierten ein bisschen über die bekannte (?) Münsteraner Promenade, auf der übrigens Radfahrer vorrangig behandelt werden und rockten das Touriprogramm im Eiltempo runter: St. Lamberti, Prinzipalmarkt, Münsterander Dom, Schloss Münster und den Aasee.
Der Grund für diese Hast war, dass wir mit unserem Parkschein nur zwei Stunden parken durften. Also ging alles ein bisschen schneller, was aber für den ersten Eindruck reichen musste (ja, ich war tatsächlich vorher noch nie in Münster). Fest steht: Münster, ich komme wieder und dann bringe ich Zeit mit!

10 Minuten vor Ablaufen des Parkscheins und nachdem ich die Wette, wo wir geparkt haben, gewonnen hatte, fuhren wir zum Hafen von Münster.
Der Schiffsverkehr im Hafen entspricht etwa dem des Ententeiches bei mir zuhause ums Eck: Er ist also nicht vorhanden.
Stattdessen erwartet uns eine Vielzahl gastronomischer Betriebe sowie die Möglichkeit, "über" das Wasser des Hafenbeckens laufen zu können. Bei letzterem handelte es sich um eine Kunstinstallation im Rahmen der Ausstellung "Skulptur Projekte", die im 10-Jahres-Rhythmus in Münster stattfindet. Im Grunde ist diese Installation nur ein Steg aus Metallgittern, der sich knapp unter der Wasseroberfläche befindet. Barfuß und mit hochgekrempelter Hose hat man so die Möglichkeit, auf die andere Uferseite zu gelangen.
Anna und ich waren überrascht, wie viele Leute doch auf diese Weise das Ufer wechselten, gab es doch keinerlei Möglichkeit, Füße und Beine nach der Über- bzw. Durchquerung zu trocknen. Und warm war es auch nicht, sodass Beine und Füße schnell von allein getrocknet wären.
Wir schauten und das Spielchen ein paar Minuten an und entschieden uns dann dazu, dass wir schnellstmöglich in eines der Lokale einkehren sollten, weil der Regen wohl nicht mehr lang auf sich warten ließe. Und so war es dann auch. Es begann zu tropfen und wir entschieden uns für genau das Lokal, dass sich in diesem Augenblick zu unserer Rechten befand.

Gerade als wir saßen, öffneten sich die Schleusen und Sturzbäche prasselten auf den Hafen hinab. Mal gut das wir im trocknen saßen. Wir bestellten zu essen und zu trinken und gingen anschließend auf die gegenüberliegende Hafenseite, wobei wir den normalen und nicht den nassen Weg wählten und kehrten dort in die "Hafenkäserei" ein. Wir probierten und kauften Käse und bestellten uns anschließend noch ein kleines Tellerchen mit verschiedenen Sorten, die wir genüsslich vor Ort und mit Blick auf den Hafen verspeisten. Anschließend traten wir den Heimweg an.


Es wird wieder gewandert: Ein Rundgang an den Dörenther Klippen


Nach einem guten Frühstück im Hotel checkte ich aus und fuhr nach Ibbenbüren. Dort hatte ich mir vorgenommen, an den Dörenther Klippen zu wandern und mir das bekannte "Hockende Weib" anzusehen. Vom Wanderparkplatz ging es los und ich erreichte nach wenigen Minuten eine (kein Witz) Almhütte. Hier hätte ich einkehren können, sofern ich nicht erst am Anfang der Tour gewesen wäre.
Die Tour, übrigens eine offizielle Teuto-Schleife, ist sehr gut ausgeschildert und führt durch verschiedene Landschaften und über Stock und Stein.
Zum Teil kommt sie mit kleineren Steigungen daher, bietet wenig später aber fantastische Fernsichten, die in meinem Fall aber natürlich verregnet waren. War ja klar. Mein Highlight der Tour war der Trimm-Dich-Pfad mitten im Wald. Ich wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt noch gibt.
Das Hockende Weib habe ich irgendwie nicht gesehen - keine Ahnung, an welcher Stelle ich es verpasst habe.
Die knapp 10 km lange und sehr gut ausgeschilderte Tour kann ich zum Nachwandern nur empfehlen. Genau Details findet ihr in der unten stehenden Karte.



Veröffentliche jetzt den ersten Kommentar:

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir deine Meinung oder dein Feedback zu hinterlassen!
Ist der Beitrag älter als drei Wochen wird dein Kommentar nicht gleich sichtbar sein, sondern muss zuerst von mir freigegeben werden.