Besichtigung des Kölner Fort VI am Tag der Forts 2017 | Rastlos - Der Wanderblog

Sonntag, 4. Juni 2017

Besichtigung des Kölner Fort VI am Tag der Forts 2017

Ein großer Raum,mit Schutt gefüllt, am Ende ein Lichtschacht in dem eine Pflanze wächstSo schnell kann's gehen.
Da hörte ich Vormittags spontan im Radio vom "Tag der Forts" und schon war ich angefixt und wollte dahin. Ganz ehrlich: Ich wusste gar nicht, dass es diesen Tag überhaupt gibt. Umso überraschter war ich, als dich davon hörte und erfuhr, was es mit diesem Tag auf sich hat,
Vorweg gesagt: Dieser Tag fand in diesem Jahr zum 14. Mal statt ... anscheinend ist er in den letzten Jahren, in denen ich in Köln lebe, also total an mir vorbei gegangen.

Der Tag der Forts ist, wie der Name es vielleicht vermuten lässt, der Tag im Jahr, an dem die alten, preußischen Forts, die es auf Kölner Stadtgebiet noch gibt, ihre Türen für Besucher öffnen. Die Stadt Köln verfügt heute sechs noch erhaltene Forts und diverse Zwischenwerke, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und zu Zeiten des ersten Weltkrieges vollumfänglich genutzt wurden. Stationiert waren dort zu Hochzeiten sage und Schreibe 54.000 bewaffnete Soldaten und über 6.000 Pferde. Wahnsinn.

Besichtigung des Fort VI / Fort Deckstein


All diese Forts und Zwischenwerke werden einmal im Jahr, am ersten Sonntag im Juni, geöffnet, sodass die Öffentlichkeit einen Blick in die sonst nicht zugänglichen Bereiche erhaschen kann. Teile der Forts werden zwar heute anderweitig genutzt, bspw. als Probenräume für Bands oder als Sitz vo Sportvereinen. Es gibt jedoch Bereiche in diesen Bauten, die sonst nicht frei zugänglich sind und nur einmal Jährlich, eben am ersten Junisonntag, besichtigt werden können.


Da ich im Rahmen meiner Wanderungen auf dem Kölnpfad und dem Grüngürtel Rundweg schon des Öfteren auf diese Forts und Zwischenwerke gestoßen bin, fand ich es umso interessanter, heute die Gelegenheit zu bekommen, einen Blick in das Innere der Forts erhaschen zu können.

Lost Places mitten in Köln


Nachfolgend einige Bilder aus dem Inneren des Fort VI oder auch "Fort Deckstein" genannt, dass als erstes Fort des äußeren Verteidigungsrings bereits im Jahre 1873 erbaut wurde. Zu Kriegszeiten fasste allein das Fort Deckstein 1100 Mann Besatzung. Die heutigen, noch erhaltenen Teile sind nur ein kleines Stück der ursprünglichen Verteidigungsanlage, die mit inkrafttreten des Versailler Vertrages weitestgehend zurückgebaut werden mussten. Nur Konrad Adenauer und seines Gartenarchitekten Fritz Encke ist es zu verdanken, dass wir uns noch heute an einigen der historischen Gebäude erfreuen können.

Aufgrund der Lichtverhältnisse (ja, jeder Besucher musste eine Taschenlampe mitbringen weil so finster im Fort war) sind einige Bilder leider verwackelt, Sorry dafür.


Liebe Grüße,
Timo

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