Auf dem Kölnpfad durch den Königsforst | Rastlos - Der Wanderblog

Samstag, 23. Mai 2015
Meine Bewertung:

Auf dem Kölnpfad durch den Königsforst

Monte Troodeloeh
Der Monte Troodelöh, die höchste Stelle Kölns
Vor gut einer Woche durchwanderte ich, diesmal mit meiner lieben Wanderpartnerin Christin (schöne Grüße an dieser Stelle), den Königsforst und die Wahner Heider auf der 9. Etappe des Kölnpfards. Rund 18,5 km trennten unseren Startpunkt, die KVB Haltestelle Bensberg, von dem Etappenziel in Porz-Wahn, in direkter Flughafennähe. Das Wetter war, naja sagen wir mal, wandertauglich. Definitiv kein Kaiserwetter, aber auch nicht allzu kalt und nass von oben. Da traf die Devise "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" mal wieder voll ins schwarze. Okay, zugegeben, ein ganzes Stück bin ich auch im T-Shirt gewandert, nach der Pause jedoch wurde es dann doch ziemlich kühl. Vor der Pause jedoch hieß es erstmal: loswandern.
Die ersten Kilometer der Strecke empfand ich als recht unspektakulär. Diese führten zum einen direkt an einer Hauptstraße entlang und verliefen dann, nach einer "rechtskurve", über einen befestigten Waldweg.
Die Abbiegung nach rechts in den Wald hinein ist, meines Empfindens nach, nicht wirklich gut markiert, da sich die Wanderzeichen auf der anderen Seite der Hauptstraße an einem Stromkasten (glaube ich) befinden und ziemlich leicht übersehen werden können. Hier heißt es also: Aufpassen!
Nach einigen weiteren Kilometern durch den Wald erklommen wir dann die höchste Stelle/Erhebung auf Kölner Stadtgebiet. Kletterzeug braucht man jedoch nicht, um auf den nur 118,04 m "hohen" Monte Troodelöh zu gelangen. Übersehen kann man ihn aber dennoch nicht, da er mit einer angenehm überdachten Pausenbank und einem Findling mit Hinweistafel ausgestattet ist. Aber um ehrlich zu sein, wenn man das Schild nicht lesen würde, weil man sich über den doch etwas skurrilen Namen wundern würde, wüsste man nicht, dass man sich auf der höchsten Stelle der Stadt befindet. Okay, als ich oben war, dachte ich mir, dass ich mir zuvor noch nie Gedanken gemacht habe, wo der höchste Berg Kölns liegt, sodass ich dann irgendwie doch froh war, dort gewesen zu sein. Übrigens habe ich gerade zufällig entdeckt, dass dieser Ort sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat ;-)
Pausenplatz im Koenigsforst
Gemütlicher Rastplatz im Herzen des Königsforstes mit Kneipp-
becken und Sitzgelegenheiten
Nach einigen weiteren Kilometern durch den wohl immergrünen Königsforst kamen wir an einen wunderbaren Rastplatz (irgendwie klingt das, als wären wir mit dem Auto unterwegs gewesen - egal).
Müde oder erschöpfte Wanderer können hier gern die Seele baumeln lassen oder ihre müden Beine im Kneipp Tretbecken erfrischen, welches durchgehend mit kaltem (wir haben gefühlt) Wasser aus dem Bach gespeist wird. Das dieses Becken im Sommer überhitzt ist somit ausgeschlossen. Auf ein Fußbad haben wir zwar verzichtet, Pause gemacht haben wir hier jedoch schon. Die großen Bänke und Tische erlauben auch gern ein ausgiebigeres Picknick, ohne gleich stundenlang auf dem Boden sitzen zu müssen.
Wir haben hier über eine halbe Stunde gesessen und uns mit frisch gekochtem Kaffee (Stichwort Esbit Kocher), Brötchen und Müsliriegeln gestärkt, bevor wir weitergezogen sind. Vorbei an der Baumschule Königsforst und über die A3 brachte uns der Kölnpfad zu einem kleinen Aussichtspunkt am Rande der Wahner Heide, von dem aus man einen weiten Blick über eine nur leicht bewachsene Ebene hat. Ob man von hier aus auch Tiere beobachten kann, weiss ich jedoch nicht. Als wir dort waren, war jedenfalls keins in Sichtweite. Hier lohnt sich vielleicht die Mitnahme eines Fernglases. Weiter ging es, wer hätte es gedacht, durch den Wald (wusste gar nicht das Köln SOOO viel davon hat) über diverse Wege bis wir schließlich auf der Alten Kölner Straße standen. Tipp: Von hier aus ist es nicht weit bis zum Flughafen Köln/Bonn (ca. 20 Min Fußweg - 1,6 km) mir seiner Aussichtsplattform. Wer nicht mehr weiterwandern kann, kann dort auch die Route abbrechen und mit der S-Bahn nach Hause fahren.
Tuempel in Grengel
Kleiner, etwas übervoller Tümpel in Grengel
Wir hingegen wanderten weiter an Bahngleisen entlang, vorbei an einem Industriegelände und durch den Stadtteil Grengel, wo uns auch die Anekdote der Tour passiert ist. Am Straßenrand sahen wir einen relativ alten VW Golf, woraufhin unser Gespräch zum Thema "alte Autos" wechselte. Christin hatte zurvor noch nie etwas von H-Kennzeichen gehört, sodass ich ihr erklärte, dass das H für "historisch" steht und ein Auto mindestens 25 auf dem Buckel haben muss, um ein solches Kennzeichen zu bekommen. An dieser Stelle muss ich mich aber bei Christin entschuldigen, denn: Die Autos müssen mindestens 30 Jahre alt sein - ich habe gerade nochmal nachgeguckt. Sorry :-) Nun ja, jedenfalls waren ihr diese Kennzeichen auch nach meiner Erklärung noch nie bewusst aufgefallen, sodass ich ihr riet, sie solle bei einem alten Auto künftig mal drauf achten. Keine 5 Meter weiter (ungelogen) stand dann ein wunderbarer, alter, roter Ford Capri in der Einfahrt - mit einem H-Kennzeichen, welcher gerade liebevoll von seinem Besitzer gepflegt wurde. Wir mussten beide direkt lachen - welch herrlicher Zufall. Kurze Zeit später ging es dann auch wieder hinein ins Grüne, wo uns dann auch zwei junge Frauen begegneten, die ebenfalls den Kölnpfad entlang wanderten. Wir kamen kurz ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass dies erst ihre zweite Tour war. Tags zuvor erst waren sie die 3. Etappe gewandert. Die Reihenfolge muss ich nicht wirklich verstehen, jedoch rieten wir den beiden, unbedingt die 8. Etappe zu wandern, da diese nach wie vor unser Favorit sei und an Abwechslung kaum zu überbieten ist (eine kurze Erläuterung der 8.Etappe gibt es in diesem Beitrag). Dies war übrigens meine erste Begegnung mit Leuten, die ganz offensichtlich auch den Kölnpfad wanderten.
Der Rest der Wanderung war eher unspektakulär. Sie führt entlang eines Tennisplatzes, vorbei an einem neu errichteten Fußballplatz mit einem überdimensionierten Eingangstor, über eine Hauptstraße durch Wahn bis zum Ziel, dem S-Bahnhof Porz-Wahn, wo die 9. Etappe des Kölnpfads ihr Ende findet.
Nachstehend noch ein paar Fotos der Tour.

Koenigsforst
Natur pur im Königsforst

Bachverlauf im Koenigsforst
Der Bachverlauf am Rastplatz
Aussichtsplattform
Aussichtspunkt in der Wahner Heide mit Blick auf ...
Wahner Heide
... diese Aussicht!


Bis ich zu meinem nächsten Posting komme, könnte etwas Zeit vergehen. Ich bereite mich gerade auf eine Fernwanderung über den Rheinsteig vor, bei der ich meinen Laptop sicher nicht mitnehmen werde ;-)
Also nicht wundern, wenn das nächste Posting etwas auf sich warten lässt.

Bis dann.

Liebe Grüße
Timo Krause


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